Kraftsport

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Konrad Burghardt

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Vorstellung

Beim Kraftsport handelt es sich um Sport, dessen Ausübung im Vergleich zu anderen Sportarten in besonderem Maße Körperkraft erfordert und die Muskeln ausbildet. Die Entwicklung von hoher, spezifischer Kraft ist das primäre Ziel.

Bei Kraftsportarten steht daher die quantitative und qualitative Entwicklung der Muskeln und somit die Vergrößerung der Muskelkraft im Vordergrund. Das geschieht meist durch regelmäßiges Training mit Hanteln und anderen Gewichten aus Metall oder Hartplastik in verschiedenen Belastungsintensitäten und Wiederholungsraten sowie einer optimierten Ernährung. Der Muskel bildet je nach Übungsinhalt sowohl einen größeren Querschnitt wie auch eine höhere Spannung aus. Hinzu tritt das Training der Balance, der Koordination und des Bewegungsapparates insgesamt, damit die spezifische Übung optimal ausgeübt werden kann. Typische Kraftsportarten sind das Gewichtheben, der Kraftdreikampf und das Armdrücken. Bei Kraftsportlern findet man in den Muskeln sowohl Schnellkraft- als auch Kraftausdauerfasern.

Das sogenannte Bodybuilding ist streng genommen kein Kraftsport, da die Zielsetzung hier einzig ein größtmögliches Muskelwachstum ist und der Kraftzuwachs eher eine Begleiterscheinung darstellt. Da das Training hier allerdings dem typischer Kraftsportarten sehr ähnlich ist, kann man es durchaus zu dieser Gruppe zählen. Bei Bodybuildern findet man in den Muskeln überwiegend Ausdauerfasern.

Konrad Burghardt ist mehrfacher Deutscher Meister im Kraft-Drei-Kampf in der Klasse bis 93kg. Er ist Mitglied beim TV Germania Nentershausen und hat seine Trainingsstation im Kraftraum des TVG. Bei Wettkämpfen startet er für den AC 1888 Marburg.

Zuletzt wurde Konrad am 15.Februar 2014 Deutscher Meister im Kraftdreikampf mit 300kg in der Kniebeuge, 240kg beim Bankdrücken und 300kg beim Kreuzheben)

Abgesehen von einigen leichtathletischen Disziplinen, die von der Schnellkraft leben, steht zumindest bei den Kraftsportvarianten, die in der Halle ausgeübt werden, die dynamische Kraft im Vordergrund. Diese dynamische Kraft ist dasjenige Gewicht, das willkürlich und gezielt bewegt werden kann, also z.B. das Gewicht, das ein Kraftsportler beim Bankdrücken von der Brust bis zur höchsten Position zu drücken vermag. Diese dynamische Kraft zu steigern, ist das Ziel des Krafttrainings. Die meisten Übungen des Krafttrainings enthalten auch mehr oder weniger statische Komponenten, d.h. dass das Gewicht für einige Zeit still gehalten oder zumindest nur sehr langsam bewegt wird. Die dabei aufzuwendende statische Kraft ist somit eine Größe, die stets zu einem gewissen Prozentsatz in die dynamische Kraft eingeht. Dynamische und statische Kraft können aber von einer Vielzahl von Faktoren abhängen, die zumindest nicht alle durch den Sportler selbst zu beeinflussen sind. Sieht man darum von den mechanischen Bedingungen, d.h. den physikalischen Verhältnissen des Trainingsplatzes (der Maschine, der Art der Hantel oder des Trainingsgerätes) und den biomechanischen, bzw. anatomischen Voraussetzungen des Sportlers ab, so kommt man auf folgende Einflussgrößen:

  • Vergrößerung des Muskelfaserquerschnitts (Hypertrophie)
  • Vermehrung der Anzahl der Muskelfasern (Hyperplasie)
  • Die Struktur des Muskels
  • Die intramuskuläre Koordination
  • Die intermuskuläre Koordination
  • Die Muskelvordehnung
  • Die Motivation des Sportlers
  • Ernährungszustand

Die im Kraftsport typische hohe Belastungsintensität kann schwere Verletzungen hervorrufen, aus diesem Grund sollte man sich vorher immer besonders gut aufwärmen und dehnen.

In verschiedenen anderen Sportarten, in denen das Ziel technischer Natur ist, benötigen und entwickeln die Athleten ebenfalls teilweise große Muskeln, besonders in den Wurfdisziplinen der Leichtathletik (z. B. Kugelstoßen), im Bahnradsport (Sprint) sowie im Alpinen Skirennsport. Hier liegt der Schwerpunkt jedoch eher auf Schnellkraft, daher finden sich bei diesen Sportarten überwiegend Schnellkraftfasern in den Muskeln.